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Schmerztherapiezentrum Bad Mergentheim

Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05 und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Das Wahlrecht (gilt auch für Anschlußheilbehandlungen) betrifft nach §9 Sozialgesetzbuch IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern alle gesetzliche Rehabilitationsträger, also auch Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative Broschüre herausgegeben: hier klicken.

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Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2)

Impressum

Internationale (englischsprachige) Themen: Complex Regional Pain Syndrome, CRPS, Face Pain, low back pain, Prosopalgia, Reflex Sympathetic Dystrophy Syndrome, Sudeck atrophy, Sudeck disease, Sudeck dystrophy

Schmerztherapiezentrum
Schmerzklinik & Schmerzpraxis
Schönbornstr. 10 - 7980 Bad Mergentheim
Tel. +49(0)7931-5493-0 - Fax: +49(0)7931-5493-50


Erfahrung schon seit 1983

BEINSCHMERZEN
C
hronische Beinschmerzen

Beinschmerzen können du rch un terschiedlichste Erkrankungen hervorgeru fen werden. Der besseren Übersich t wegen werden d iese in vier Haup tgruppen unterteilt:

  1. Chronische Bei nschmerzen bei denen der Ischias-Nerv (N. ischiad icus) einsch ließlich seiner Endäste beteilig t ist, bzw. die Schmerz reizleitung ausschl ießlich oder überw iegend über diesen Nerv erfolg t.

  2. Chronische Bei nschmerzen bei denen der vordere Oberschenkel nerv (N. femoralis) einschließlich seiner Endäste beteiligt ist, bzw. die Schmerz reizleitung ausschließlich oder überwiegend über diesen Nerv erfolgt

  3. Chronische Bei nschmerzen bei denen (andere) Nerven des Ple xus lumbal is (= Nervengeflecht dessen Wurzeln dem Rückenmark der mehr oberen Lendenwirbelsäule entstammen) beteiligt sind, bzw. die Schmerzreizleitung über diese Ner ven erfolgt

  4. Chronische Bei nschmerzen die von den Blutgefäßen (Adern, Schlagadern) ausgehen (z.B. arterielle Verschlußkrankheit, arterielle Durchblutungsstörung).

  5. andere Ursachen

ad1:
Der Begriff "Ischialgie" beschreibt Bei
nschmerzen, die im Verlauf des Ischias nervs (Gesäß, rückwärtiger Oberschenkel, äußerer und hinterer Unterschenkel sowie Fuß bis zur Groß zehe vor) auftreten, wobei die Sch merzen aber nicht den kompletten Nervenverlauf umfassen müssen, sondern es können je nach Ursache auch einzelne Abschnitte betroffen sein.
Eine der häufigsten Schmerzursachen für Beinschmerzen im Ausbreitungsgebiet des N. isch
iad icus ist der per iphere Proj ektionsschmerz (= mehr oberflächliche Schmerz ausstrahlung bzw. Schmerzverlagerung) bei Affekt ionen (= Störungen, Erkrankungen) der spi nalen (= das Rücken mark betreffenden) Nerven wurzeln L4-S3. Eine Isch ialgie aufgrund dieser Schmerzursache geht meist, aber nicht zwingend, mit Sch merzen im Lumbalbereich (Lumbalgie) einher, in diesem Falle lautet die Diagnose dann Lumboischialgie.
Die echte Ischias
- Neuralgie (Ischiadikus-Neuralgie), als eigenständiges Krankheitsbild, gekennzeichnet durch häufige, attackenförmige Beinschmerzen von wenigen Sekunden Dauer entlang des Nerven verlaufs ist selten.

Nicht selten entsteht ein Ischiasschmerz infolge von Verletzungen oder iatrogen (= durch ärztliche Einwirkung verursacht) durch Operationen im Bereich der Hüfte und des Oberschenkels. Meist bestehen dann ein Dauerschmerz bzw. länger anhaltende Schmerzepisoden.
Beinschmerzen können auch durch falsch gesetzte Spritzen ins Gesäß entstehen. Gefürchtet sind dabei besonders Rheumamittel. Das Schmerzbild ist dem einer Kausalgie (Komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ II, CRPS Typ II)
(= typische brennende Sch merzen bei einer Nervenverletzung) ähnlich (brennender Schmerzcharakter mit schmerzhaften Empfindungsstörungen).
Eine schmerzhafte Neuritis
(= Nervenentzündung) des Ischias kann durch die Zuckerkrankheit (auch im Rahmen einer Polyneuropathie) oder auch durch Alkoholmißbrauch entstehen. Die länger anhaltenden Beinschmerzen treten bei dieser Ursache meist beidseitig auf.
Auch Vergiftungen mit einem Schwermetall (z.B. Thallium, Blei, DDT) können im Sinne einer N
eur itis zu einer Ischialgie und damit zu Beinschmerzen führen. Typisch sind dabei motorische und sensible (= die Muskelkraft und die Empfindung betreffende) Störungen oder gar Ausfälle.

Isolierte chronische Sch merzen im Bereich der Unterschenkelaußenseite und des Fußrücken s können auf ein Fibulaköpfchen-Syndrom zurückzuführen sein. Am Fib ulaköpfchen (= Köpfchen des Wadenbeins) liegt der N. peroneus communis (= ein Nervenast des Ischias) unmittelbar am Knochen und kann dort leicht komprimiert werden, so z.B. durch einen Gipsverband, oder durch Brüche und Verrenkung in diesem Bereich. Für ein Fib ulaköpfchen-Syndrom sind nach unten ausstrahlende Sch merzen bei Druck auf den Nerv hinter dem Köpfchen des Wadenbeins typisch.
Das subakute oder chronische Tibialis-anterior-Syndrom, ebenfalls ein sog. Kompressionssyndrom, geht mit Sch
merzen an der Schienbein vorderseite einher, verursacht durch eine Nervenkompression in der Tibialisloge (= die sog. Streckerloge, ein Raum mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Das akute Tibialis-anterior-Syndrom ist ein Notfall, der sofort operativ behandelt werden muß (Druckentlastung durch Spaltung der bindegewebigen Muskelumhüllung).
Das vordere Tarsaltunnelsyndrom entsteht am Fuß
rücken durch Kompression des N. peroneus prof undus (= Nervenast des Is chias) un ter dem Ligamen tum cruciatum (= gekreuztes Bin degewebsband), so z.B. durch zu en ges Schuhwerk. Druck auf das Ligamentum verstärk t die Beschwerden am Fu ßrücken.
Das hintere Tarsaltunnel-Syndrom, ebenfalls ein sog. Nervenkompressionssyndrom, entsteht durch eine Kompression zwischen Innenknöchel und Retinaculum flexorum
(= Halteband für die Beugemuskulatur zwischen Innenknöchel und Fers enbein). Typischerweise treten Sch merzen und Gefühlsstörungen an der Fußsohle, vor allem beim Gehen und nachts auf.
Die Morton-Neuralgie, (Mor ton-Metatarsalgie) eine sog. Metatarsalg
ie (= Mittelfußschmerz) is t auf eine Neurom bildung (= gutartige Nervenauftreibung) durch Druck auf die Nn. dig itales II-IV (= Nerv en, die die Zehen ver sorgen) zurückzuführen. Die Pat ienten klagen über bre nnende Sch merzen im Bereich der vo rderen Fußsoh le. Der brennen de Schmerz charakter gibt Anlaß zur Verwechsl ung mit einer Sympathalgie (= Sch mer zen aufgrund einer Reizung des un willkürlichen Nervensystems).

ad2:
Irritationen und Schädigungen des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) können entsprechend dem ausgedehnten Versorgungsbereich zu vielfältigen Beinschmerzen führen.
Der Nerv versorgt sensorisch
(= die Empfindlichkeit betreffend) die Vorderseite und die mehr untere Innenseite des Oberschenkel s sowie die mittlere Knie region und streifenförmig die Haut an der inneren und vorderen Fläche des Unterschenkel s bis zum inneren Fuß rand ((N. saphenus (= Endast des N. femoralis)). Im Verlauf des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) gibt es aber bevorzug te typische Irritatio ns- oder Schädigungslokal isationen:

- Ner venwurzeln L1-L4 (= 1. bis 4. Lendenwirbelsäulensegment)

 

 

- im Becken: Kompression durch Tumore des Becken s und des

 

 

--weiblichen Genital e, Operationen wie Herniotomie (= Leisten bruch-

 

--Operation), Hysterektomie (= Entfernung der Gebärmutter), TEP

 

 

--(= künstliches Hüftgelenk) und aortofemoraler Bypass (= künstliche

 

--Gefäßverbindung zwischen der Bauch - und Oberschenkelschlagader), darüber

--hinaus Aneurysmen (= krankhafte Wandausbuchtungen einer Schlagader),

 

--Einblutungen infolge einer Behandlung mit Marcumar (= ein Mittel zur

 

--Blutverdünnung) und Bestrahlungsfolgen

 

 

 

- Bereich des Ligamentum inguinale (= Leistenband): Kompression durch

 

--eine Schenkelhernie (= Leiste nbruch)

 

 

 

- Bereich des Kniegelenk s: Ergußbildung (Reizerguß)

Tibialis-Log en-Syndrom (auch als Tibialis-anterior-Syndrom bezeichnet) - Dieses Kompartmen tsyndrom (vor deres) bzw. Kom pressionssyndrom geht mit Schmerzen an der Schien beinvorderseite einher, verursach t durch eine Nervenkompression in der Tibial is l oge (= die sog. Streckerlo ge, ein Ra um mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit). Am Un terschenkel kann auch ein sog. l aterales oder auch hinteres Kompartmentsyndrom au ftreten.

ad3:
Die Meralgia paraesthetica is
t eine isolierte Neu ritis (= Nervenentzündung) des Nervus cut aneus femoris lateralis und äußer t sich in einem Brenn schmerz und Empfin dungsstörungen (Dysästhesien) an der Oberschen kel außenseite sowie Druckschmerz ein wärts vom vorde ren oberen Darm beinstachel.
Ursachen: mechanisch (Kom
pressionssyndrom, bedingt durch D ruck unter dem Leisten band oder auch D ruck- oder Zugeffekte im Nervenverlau f, v.a. am Austrittsort aus dem Bec ken), to x isch (= durch Gifteinwirkung ver ursacht) z.B. bei Alkohol ismus, infek tiös (= durch Ansteckung verursacht) z.B. bei Syph ilis.

Beinschmerzen in Folge einer Nervenstörung oder Nervenschädigung des obturatorius:
Entsprechend dem Versorgungsgebiet treten Sch
merzen und Parästhesien (= schmerzhafte Mißempfindungen) im Bereich des mehr unteren und inneren Oberschenkel s mit Ausstrahlung ins innere und untere Knie gelen k auf. In seinem relativ achsennahen Verlauf kann der Nerv durch benachbarte Prozesse geschädigt werden: z.B. Bandscheibenprolaps (= Bandscheibenvorfall), Störungen im Bereich des M. psoas (= Muskel im Becken) und Prozesse im kleinen Bec ken. Auch bei Beckenbrüchen ist der Nerv gefährdet.
Das seltene Wartenberg-Syndrom ist durch wandernde Beinschmerzen gekennzeichnet, die im Versorgungsbereich des N. obturatorius (Oberschenkelinnenseite), N. cutaneus femoris lateralis (Oberschenkelaußenseite) und N. femoralis (vorderer Ober- sowie innerer und vorderer Unterschenkel) auftreten. Typischerweise kommen Beschwerden in der oberen Extremität (bevorzugt Schulter und Hand) hinzu. Die Ätiologie
(= Ursache) und Pathogenese (= Entstehung / Entwicklung) dieser wandernden Polyneuritis (= En tzündung mehrerer Ner ven), auch als Neuritis migrans (= wandernde Nervenentzündungen) bezeichnet, sind unbekannt.

ad4:
Beinschmerzen bei venösen
(= die Adern betreffende) Erkrankungen:
Häufigste Störung des venösen Systems ist die chronisch venöse Insuffizienz, eine venöse Durchblutungsstörung auf der Grundlage einer venösen Abflußstörung. Diese Stauung äußert sich in tagsüber zunehmendem Schwere- und Schmerzgefühl sowie in Beinschwellungen. Eine venöse Insuffizienz liegt vor, wenn der Knöchelumfang morgens und abends um mehr als 1,5 cm differiert. Bei der klinischen Untersuchung fallen eine Varikosis
(= dichtes Geflecht oberflächlicher Krampfadern), eine livide (= bläuliche, fahle) Verfärbung der Haut, Ödem (= Schwellung) und Pigmentstörungen auf. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung kann es zu ausgedehnten trophischen (= mit Zeichen einer Mangelernährung einhergehenden) Störungen mit Ulcera cruris (= Beingeschwür, strongoffenes Bein) kommen, begleitet von hartnäckigen Venenschmerzen.
Häufiger verbleiben nach einer akuten Thrombophlebitis
(= Venenentzündung mit Verschluß durch Blutgerinnsel) oder Thrombose (= Bildung von Blutgerinnsel) hartnäckige und oft auch heftige Venenschmerzen aufgrund eines sog. postthrombotisches Syndrom s (= Krankheitszeichen die auf eine vorangegangene Thrombose zurückzuführen sind).

Beinschmerzen bei arteriellen (= die Schlagadern betreffende) Erkrankungen:
Eine arterielle Durchblutungsstörung kann sowohl organisch
(= als Erkrankung die Blutgefäße selbst betreffend) als auch funktionell-vasospastisch (= überschießende Gefäßverengung) bedingt sein. Dabei sind fließende Übergänge wie beim Ergotismus (siehe unten) oder dem Morbus Raynaud (auch als Raynaud-Syndrom, vasospastisches Syndrom oder Ischaemie-Syndrom bezeichnet, siehe unten) möglich.
Die Sym ptome
(= Krankheitszeichen) der organ ischen arter iellen Durchblutungs störungen hängen vom Aus maß der Stenos ierung (= Verengung) ab, aber auch davon, w ie rasch sich diese en twickelt, denn bei lan gsamem Fortschreiten können sich Kol lateralen (= Gefäße, die eine Ver engung umgehen) bil den.
Deshalb reicht die klinische Symptomatik
(= Krankheitszeichen) von einer unbestimmten Mißempfindung in den Bei nen über die klassische Claudicatio intermittens (= Schaufensterkrankheit) bis zu heftigsten akuten Sch merzen, verursacht durch eine Embolie (= plötzlicher Gefäßverschluß). Bei Belastung zunehmende Sch merzen, Blässe und Untertemperatur der Haut, abgeschwächte oder fehlende periphere Pulse und Neigung zu Nekrosen (= abgestorbenes Gewebe) (hpts. Füße oder Hände) sind die charakteristischen Merkmale.
Patienten mit Beinschmerzen bei obliterierender Atherosklerose
(= zum Verschluß führende Verhärtung des Gefäßbindegewebes) weisen in der Regel die bekannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie Nikotinmißbrauch, hoher Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen auf. Manifestiert sich die Krankheit in relativ jugendlichem Alter, vor allem bei Männern, muß bei exzessivem Nikotinmißbrauch an eine Thrombangitis obliterans (= Blutgefäßwandentzündung, die zum Verschluß führt) gedacht werden. Ätiologisch (= bezüglich einer Ursache) wird eine Autoimmunreaktion ( = gegen körpereigene Stoffe gerichtete Antikörper) vermutet.
Arterielle Durchblutungsstörungen bei Diabetikern sind meist mit einer Polyneuropathie kombiniert, die sehr häufig im Vordergrund steht. Sie äußert sich zunächst in Kribbel
parästhesien (= kribbelnde, z.T. auch schmerzhafte Mißempfindungen), später in brennenden Sch merzen, oft sockenförmig und schließlich in Hypästhesie (= herabgesetzte Empfindlichkeit).
Beim Morbus Raynaud bzw. dem Raynaud-Syndrom, das häufig bei Kollagenosen (z.B. Sklerodermie)
(= verhärtende Bindegewebsveränderungen) auftritt, führen Gefäßspasmen zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr einzelner Gl ieder und damit zu Sch merzen, bevorzugt in den Bei nen, in schweren Fällen sind auch Nekrosen (= Absterben von Körpergewebe) möglich.
Sch
merzen in den Armen oder Bei nen wie bei der Verschlußkrankheit (arterielle Verschlußkrankheit), die bei üblicherweise fehlenden Risikofaktoren vor allem von Frauen im jüngeren oder mittleren Alter angegeben werden, können Folge eines Ergotismus (= Vergiftung durch "Mutterkorn") sein. Deshalb ist die Frage nach einer Migräne -Vorgeschichte mit Mißbrauch von Ergotamin (= ein Mittel gegen den akuten Migräneschmerz) zwingend.

ad5:
Auch der relativ seltene Morbus Sudeck (auch als Sudeck Krankheit, Sudeck Dystrophie, CRPS TYP I, komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I oder Algodystrophie bezeichnet) kann, obwohl zunächst lokal begrenzt, im weiteren Verlauf zu heftigen Beinschmerzen führen. Gleiches gilt für Affektionen (= Störungen/Erkrankungen) des Kniegelenk s).

Behandlung von Beinschmerzen:

Je nach Ursac he der Beinschmerzen g ibt es oft eine auf die Grundkrankheit abgestimm te Therapie (z.B. optimierte Zuckereinstel lung bei diabetischer Polyneuropathie). Häu figer reicht diese aber nicht aus, um das Hau ptproblem, näml ich die Beinschmerzen, zu beherr schen. Dann sind allgemeine schmerzt herapeutische Behandlungsmethoden gefrag t, die oft bei verschiedenen Grundkrankheiten die gl eichen sind, da sie sich nach den Sch merzen und deren Ausdeh nung und nicht mehr vorran gig nach der Ursache rich ten. Ein Dauerschmerz erforder t praktisch immer eine Kom bination von verschiedenen Therapieverfah ren. Die auch für Beinschmerzen übl ichen Therapieverfahren der Speziellen Schmerz therapie sind:

  1. Medikamentöse Behandlung (u.a. Analgetika, sch merzlindernde Psychophar maka, auch als Infusionen, individuell ausgetes tet)
  2. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behand lung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in For m von Infil trationen und Nervenblockaden, evt l. rückenmarknahe Bloc kaden, au ch kontinuierlich mit Katheter
  3. Physiotherapie (Kran kengymnastik und andere Anwen dungen) bei Funktionseinbußen
  4. Akupunktur
  5. TENS-Therapie (schmerz lindernde elektrische St röme, die von einem kleinen tragbaren Gerä t abgegeben werden)
  6. Psychologische Therapieverfahren (bes. En tspannungsverfahren un d Schmerzbewältigungstraining)
  7. Bei Beteil igung der Wir belsäu le auch Ch irotherapie

* Bei der so g. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird vorü bergehend (z.B. 10-14 Tage lang) ein d ünner Kunststoffschlauch dich t an Nervengeflechte bzw. den bet roffenen Nerven eingepflanz t. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handel sübliche Kanüle hindurch, es muß also nich t "aufgeschnitten" werden. In der Fol ge wird über diesen Katheter meh rmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dos is, das örtl iche Betäubungsmittel völl ig schmerzlos nachgespritz t. In bestimmten Fäl len kann zur Verabreichung des ört lichen Betäubungsmittels du rch den Katheter hin durch auch eine kleine Pumpe angesch lossen werden. Das Lokalanästhetikum (= ör tliche Betäubungsmittel) wird bei dieser Behand lung so dosiert, dass die grobe Kraf t erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemm ung der Schmerzreizleitung), dam it begleitend krankengym nastische Übungsbehandlungen mögl ich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkun g i.d.R. über die eigen tliche Behandlungszeit hinaus anhäl t, ist u.a. darauf zurückzu führen, daß bei dieser Blockadebehand lung auch die sog. vegetativen Nerven be troffen sind, woraus eine seh r deutliche Durchblutungssteigerung result iert. Dies ist der Grund, w arum diese Behandlungs methode besonders bei Sch merzen, die au f eine verminderte Blutversorgung, auf en tzündliche oder auch degen erative Prozesse zurückzu führen sind, hilfreich is t.
Nach neueren Erkenn
tnissen kann diese intensive Blockadeth erapie das sog. Schmerzgedäch tnis löschen.

Wenn chronische Bei nschmerzen länger fristig bestehen, so ist davon auszugehen, d aß berei ts ein Chronifizierungsgrad II oder III (Main zer Stadienein teilung) vorliegt. I n diesen Fällen ist i.d.R. eine rein som atische (= körperliche) Schmerzbehandlung n icht mehr ausreichend, son dern es muss auch eine psychologische Schmerzbehandlung bz w. spezielle Schmerzpsychotherapie erfolgen, was aber am bulant kaum möglich ist, weil es n ur ganz wenige niedergelassene Psy chologen gibt, die eine solche Weiter bildung absolvier t haben.

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Welche Vorteile bietet eine Schmerzbehandlung im
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM Bad Mergentheim?

  • Große Erfahrung, in der Klinik werden schon seit 1983 aus-schließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.

  • Für gesetzlich versicherte Patienten werden nach § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitations- und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten.

  • Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie", 1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.

  • Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.

Zu weiteren Informationen (u.a. Vordrucke zur Beantragung der Kostenübernahme bei dem jeweiligen Kostenträger, Steuertipps für Selbstzahler, Anfahrtsbeschreibung usw.) gelangen Sie hier (einfach anklicken).

Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).

Infos können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 5493-0 * Fax: +49 (0) 7931 - 5493-50

Wenn Sie ein ernstes Schmerzproblem haben, können wir Sie werktäglich zwischen 11 und 12 Uhr mit einem erfahrenen Arzt verbinden.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerzklinik@schmerzklinik.com. Wir antworten umgehend.

Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
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Aktualisiert:>22.09.2009</> a&bl90-
N Neuropathien, Neuropathische Schmerzen (1), neuropathische Schmerzen (2),
O Oberarmschmerzen, Oberbauchschmerzen, Oberkieferschmerzen, Odontalgie, Osteochondropathie, Ohrenschmerz, Oberschenkelschmerzen, Ohrschmerzen, Organschmerzen, Orofaziale Schmerzen, Osteoarthropathie, Osteodynie, Osteomyelitis, Ostitis, Otalgie, Otalgie, Osteoarthrosis, Osteoporose, Osteoporoseschmerzen
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