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Schmerztherapiezentrum Bad Mergentheim
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der
Web-Seite der Bundesregierung
mit, dass
alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen
Krankenkasse einen
Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre
REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen
Brief
des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als
Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.
Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von
Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR
2071/05 und
Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)).
Das Wahlrecht (gilt auch für
Anschlußheilbehandlungen) betrifft nach §9 Sozialgesetzbuch IX nicht nur
Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern alle gesetzliche
Rehabilitationsträger, also auch Rentenversicherungen oder
Unfallversicherungen. Die deutsche Gesellschaft für medizinische
Rehabilitation hat dazu eine informative Broschüre herausgegeben:
hier klicken.
Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
Schmerzklinik (1),
Schmerzklinik (2)
Impressum
Internationale (englischsprachige) Themen:
Complex Regional
Pain Syndrome, CRPS,
Face Pain,
low back pain,
Prosopalgia,
Reflex
Sympathetic Dystrophy Syndrome,
Sudeck atrophy, Sudeck disease,
Sudeck dystrophy |
|
Schmerztherapiezentrum
Schmerzklinik
&
Schmerzpraxis
Schönbornstr. 10 - 7980 Bad Mergentheim
Tel. +49(0)7931-5493-0 - Fax: +49(0)7931-5493-50
Erfahrung schon seit 1983
BEINSCHMERZEN
Chronische Beinschmerzen
Beinschmerzen können du
rch
un
terschiedlichste Erkrankungen hervorgeru
fen werden. Der besseren Übersich
t
wegen werden d
iese in vier Haup
tgruppen unterteilt:
-
Chronische
Bei
nschmerzen bei denen der
Ischias-Nerv (N.
ischiad icus) einsch
ließlich seiner Endäste beteilig
t ist, bzw. die
Schmerz
reizleitung ausschl
ießlich oder überw
iegend über diesen Nerv erfolg
t.
Chronische
Bei
nschmerzen bei denen der vordere
Oberschenkel
nerv
(N. femoralis) einschließlich seiner Endäste beteiligt ist, bzw. die
Schmerz
reizleitung ausschließlich oder überwiegend über diesen Nerv erfolgt
Chronische
Bei
nschmerzen
bei denen (andere)
Nerven
des Ple xus lumbal is
(= Nervengeflecht dessen
Wurzeln dem
Rücken mark der mehr oberen
Lendenwirbelsäule entstammen)
beteiligt sind, bzw. die Schmerzreizleitung über diese Ner ven
erfolgt
Chronische
Bei
nschmerzen
die von den Blutgefäßen (Adern,
Schlagadern) ausgehen (z.B.
arterielle
Verschlußkrankheit,
arterielle
Durchblutungsstörung).
andere Ursachen
ad1:
Der Begriff "Ischialgie"
beschreibt Bei
nschmerzen, die im Verlauf des
Ischias
nervs (Gesäß,
rückwärtiger
Oberschenkel,
äußerer und hinterer
Unterschenkel sowie
Fuß bis zur Groß
zehe vor) auftreten, wobei die Sch
merzen aber nicht den kompletten Nervenverlauf umfassen müssen, sondern
es können je nach Ursache auch einzelne Abschnitte betroffen sein.
Eine der häufigsten Schmerzursachen für
Beinschmerzen
im Ausbreitungsgebiet des N. isch
iad
icus ist der per
iphere
Proj
ektionsschmerz
(= mehr
oberflächliche Schmerz
ausstrahlung bzw. Schmerzverlagerung) bei Affekt
ionen
(= Störungen, Erkrankungen)
der spi
nalen (= das
Rücken
mark betreffenden) Nerven
wurzeln
L4-S3. Eine
Isch
ialgie
aufgrund dieser Schmerzursache geht meist, aber nicht zwingend, mit Sch
merzen im
Lumbalbereich
(Lumbalgie)
einher, in diesem Falle lautet die Diagnose dann
Lumboischialgie.
Die echte
Ischias
-
Neuralgie (Ischiadikus-Neuralgie),
als eigenständiges Krankheitsbild, gekennzeichnet durch häufige,
attackenförmige
Beinschmerzen von wenigen Sekunden Dauer entlang des
Nerven
verlaufs ist selten.
Nicht selten entsteht ein
Ischiasschmerz
infolge von Verletzungen oder iatrogen
(= durch ärztliche Einwirkung verursacht)
durch Operationen im Bereich der
Hüfte und des
Oberschenkels. Meist bestehen dann ein
Dauerschmerz bzw.
länger anhaltende Schmerzepisoden.
Beinschmerzen können auch durch falsch gesetzte Spritzen
ins
Gesäß entstehen.
Gefürchtet sind dabei besonders Rheumamittel. Das Schmerzbild ist dem einer
Kausalgie (Komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II,
CRPS Typ II)
(= typische
brennende Sch
merzen bei einer
Nervenverletzung)
ähnlich (brennender Schmerzcharakter mit
schmerzhaften Empfindungsstörungen).
Eine schmerzhafte
Neuritis
(=
Nervenentzündung)
des
Ischias kann durch
die Zuckerkrankheit (auch im Rahmen einer
Polyneuropathie)
oder auch durch Alkoholmißbrauch entstehen. Die länger anhaltenden
Beinschmerzen treten bei dieser Ursache meist beidseitig auf.
Auch Vergiftungen mit einem Schwermetall (z.B. Thallium, Blei, DDT)
können im Sinne einer Neur
itis
zu einer
Ischialgie
und damit zu Beinschmerzen führen. Typisch sind dabei
motorische und sensible
(= die
Muskelkraft und die
Empfindung betreffende) Störungen
oder gar Ausfälle.
Isolierte
chronische Sch
merzen im Bereich der
Unterschenkelaußenseite und des
Fußrücken
s können auf ein
Fibulaköpfchen-Syndrom zurückzuführen sein. Am Fib
ulaköpfchen
(= Köpfchen des Wadenbeins)
liegt der N. peroneus communis
(= ein Nervenast des
Ischias)
unmittelbar am
Knochen und kann
dort leicht komprimiert werden, so z.B. durch einen Gipsverband, oder durch
Brüche und Verrenkung in diesem Bereich. Für ein Fib
ulaköpfchen-Syndrom
sind nach unten ausstrahlende Sch
merzen bei Druck auf den Nerv hinter dem Köpfchen des Wadenbeins
typisch.
Das subakute oder chronische
Tibialis-anterior-Syndrom, ebenfalls ein sog.
Kompressionssyndrom,
geht mit Sch
merzen an der
Schienbein
vorderseite einher, verursacht durch eine
Nervenkompression
in der Tibialisloge
(= die sog. Streckerloge, ein Raum mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Das akute
Tibialis-anterior-Syndrom
ist ein Notfall, der sofort operativ behandelt werden muß (Druckentlastung durch
Spaltung der bindegewebigen Muskelumhüllung).
Das vordere
Tarsaltunnelsyndrom
entsteht am
Fuß
rücken
durch Kompression des N. peroneus prof undus
(= Nervenast des
Is
chias)
un
ter dem Ligamen
tum cruciatum
(= gekreuztes Bin
degewebsband), so z.B. durch zu
en
ges Schuhwerk. Druck auf das Ligamentum verstärk
t die Beschwerden am
Fu
ßrücken.
Das hintere
Tarsaltunnel-Syndrom,
ebenfalls ein sog.
Nervenkompressionssyndrom, entsteht
durch eine Kompression zwischen Innenknöchel und Retinaculum flexorum
(= Halteband für die
Beugemuskulatur zwischen Innenknöchel und
Fers
enbein). Typischerweise treten Sch merzen und
Gefühlsstörungen an der
Fußsohle, vor allem
beim Gehen und nachts auf.
Die
Morton-Neuralgie, (Mor
ton-Metatarsalgie)
eine sog.
Metatarsalg
ie
(=
Mittelfußschmerz)
is
t auf eine Neurom
bildung
(= gutartige Nervenauftreibung)
durch Druck auf die Nn. dig
itales II-IV (=
Nerv
en,
die die
Zehen
ver
sorgen) zurückzuführen. Die
Pat
ienten klagen über
bre
nnende Sch
merzen im Bereich der vo
rderen
Fußsoh
le. Der
brennen
de Schmerz
charakter gibt Anlaß zur Verwechsl
ung
mit einer
Sympathalgie
(= Sch
mer
zen aufgrund einer
Reizung des un
willkürlichen Nervensystems).
ad2:
Irritationen und Schädigungen des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis)
können entsprechend dem ausgedehnten Versorgungsbereich zu vielfältigen
Beinschmerzen führen.
Der Nerv versorgt sensorisch (= die Empfindlichkeit betreffend) die Vorderseite und die mehr untere Innenseite des
Oberschenkel
s sowie die mittlere
Knie
region und streifenförmig die Haut an der inneren und vorderen Fläche des
Unterschenkel
s bis zum inneren
Fuß
rand ((N. saphenus
(= Endast des N. femoralis)).
Im Verlauf des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) gibt es aber bevorzug
te
typische Irritatio
ns- oder Schädigungslokal
isationen:
|
- Ner venwurzeln L1-L4
(= 1. bis
4. Lendenwirbelsäulensegment) |
|
|
|
- im
Becken: Kompression durch
Tumore
des
Becken
s und des |
|
|
|
--weiblichen
Genital
e,
Operationen wie
Herniotomie
(=
Leisten
bruch- |
|
|
--Operation),
Hysterektomie (=
Entfernung der Gebärmutter),
TEP |
|
|
|
--(=
künstliches
Hüftgelenk)
und aortofemoraler Bypass
(= künstliche |
|
|
--Gefäßverbindung zwischen der
Bauch
- und Oberschenkelschlagader),
darüber |
|
--hinaus
Aneurysmen
(= krankhafte
Wandausbuchtungen einer Schlagader), |
|
|
--Einblutungen infolge
einer Behandlung mit Marcumar
(= ein Mittel zur |
|
|
--Blutverdünnung)
und Bestrahlungsfolgen |
|
|
|
|
- Bereich des Ligamentum
inguinale (=
Leistenband):
Kompression durch |
|
|
--eine Schenkelhernie
(=
Leiste nbruch) |
|
|
|
|
- Bereich des
Kniegelenk
s:
Ergußbildung (Reizerguß) |
Tibialis-Log
en-Syndrom
(auch als Tibialis-anterior-Syndrom bezeichnet) - Dieses Kompartmen
tsyndrom
(vor
deres) bzw.
Kom
pressionssyndrom geht mit
Schmerzen
an der
Schien
beinvorderseite einher, verursach t durch eine
Nervenkompression in der Tibial is l
oge
(= die sog. Streckerlo
ge, ein Ra
um mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit). Am Un terschenkel kann auch ein sog.
l
aterales oder auch
hinteres Kompartmentsyndrom
au ftreten.
ad3:
Die
Meralgia paraesthetica
is
t eine isolierte Neu
ritis
(=
Nervenentzündung)
des Nervus cut
aneus femoris lateralis und äußer
t sich in einem
Brenn
schmerz
und Empfin
dungsstörungen (Dysästhesien)
an der Oberschen kel
außenseite sowie Druckschmerz ein
wärts vom vorde
ren
oberen
Darm
beinstachel. Ursachen: mechanisch (Kom
pressionssyndrom,
bedingt durch D
ruck unter dem
Leisten
band oder auch D
ruck- oder Zugeffekte im Nervenverlau
f, v.a. am
Austrittsort aus dem Bec
ken), to
x
isch
(= durch Gifteinwirkung ver
ursacht)
z.B. bei Alkohol
ismus, infek
tiös (= durch
Ansteckung verursacht) z.B. bei
Syph
ilis.
Beinschmerzen in Folge einer
Nervenstörung
oder
Nervenschädigung
des obturatorius: Entsprechend dem Versorgungsgebiet treten Sch merzen und
Parästhesien
(= schmerzhafte
Mißempfindungen) im Bereich
des mehr unteren und inneren
Oberschenkel
s mit Ausstrahlung ins innere und untere
Knie
gelen
k auf. In seinem relativ achsennahen Verlauf
kann der Nerv durch benachbarte Prozesse geschädigt werden: z.B.
Bandscheibenprolaps
(=
Bandscheibenvorfall),
Störungen im Bereich des M. psoas
(=
Muskel im
Becken) und Prozesse im kleinen Bec
ken.
Auch bei Beckenbrüchen ist der Nerv gefährdet. Das seltene
Wartenberg-Syndrom
ist durch wandernde Beinschmerzen gekennzeichnet, die im
Versorgungsbereich des N. obturatorius (Oberschenkelinnenseite), N. cutaneus
femoris lateralis (Oberschenkelaußenseite) und N. femoralis (vorderer Ober-
sowie innerer und vorderer Unterschenkel)
auftreten. Typischerweise kommen Beschwerden in der oberen
Extremität
(bevorzugt
Schulter und
Hand) hinzu.
Die Ätiologie (=
Ursache) und Pathogenese
(= Entstehung / Entwicklung)
dieser wandernden
Polyneuritis (= En
tzündung mehrerer
Ner
ven), auch als
Neuritis
migrans (=
wandernde
Nervenentzündungen)
bezeichnet, sind unbekannt.
ad4:
Beinschmerzen bei venösen
(= die Adern betreffende)
Erkrankungen: Häufigste Störung des venösen Systems ist die
chronisch venöse
Insuffizienz, eine venöse
Durchblutungsstörung auf der Grundlage einer
venösen Abflußstörung. Diese Stauung äußert sich in tagsüber zunehmendem
Schwere- und Schmerzgefühl sowie in
Beinschwellungen. Eine venöse Insuffizienz liegt vor, wenn der Knöchelumfang
morgens und abends um mehr als 1,5 cm differiert. Bei der klinischen
Untersuchung fallen eine Varikosis
(= dichtes Geflecht oberflächlicher Krampfadern), eine livide (= bläuliche, fahle) Verfärbung
der Haut, Ödem (=
Schwellung) und Pigmentstörungen
auf. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung kann es zu ausgedehnten
trophischen (=
mit Zeichen einer Mangelernährung einhergehenden) Störungen mit
Ulcera cruris
(=
Beingeschwür,
strongoffenes Bein)
kommen, begleitet von hartnäckigen
Venenschmerzen. Häufiger verbleiben nach einer akuten
Thrombophlebitis
(=
Venenentzündung
mit Verschluß durch Blutgerinnsel) oder Thrombose
(= Bildung von Blutgerinnsel)
hartnäckige und oft auch heftige
Venenschmerzen
aufgrund eines sog.
postthrombotisches Syndrom
s
(=
Krankheitszeichen die auf eine vorangegangene Thrombose zurückzuführen sind).
Beinschmerzen bei arteriellen
(= die Schlagadern betreffende)
Erkrankungen: Eine
arterielle
Durchblutungsstörung kann sowohl organisch
(= als Erkrankung die Blutgefäße selbst betreffend)
als auch funktionell-vasospastisch
(= überschießende Gefäßverengung)
bedingt sein. Dabei sind fließende Übergänge wie beim
Ergotismus
(siehe unten) oder dem
Morbus Raynaud
(auch als
Raynaud-Syndrom,
vasospastisches Syndrom
oder
Ischaemie-Syndrom bezeichnet, siehe unten) möglich. Die Sym
ptome
(=
Krankheitszeichen) der
organ
ischen arter
iellen Durchblutungs
störungen hängen
vom Aus
maß der Stenos
ierung
(= Verengung) ab,
aber auch davon, w
ie rasch sich diese en
twickelt, denn bei lan
gsamem
Fortschreiten können sich Kol
lateralen
(= Gefäße, die eine Ver
engung umgehen)
bil
den. Deshalb reicht die klinische Symptomatik
(= Krankheitszeichen) von einer unbestimmten Mißempfindung in den Bei
nen über die klassische
Claudicatio intermittens
(=
Schaufensterkrankheit)
bis zu heftigsten akuten Sch
merzen, verursacht durch eine Embolie
(= plötzlicher Gefäßverschluß).
Bei Belastung zunehmende Sch merzen, Blässe und
Untertemperatur der Haut, abgeschwächte oder fehlende periphere Pulse und
Neigung zu Nekrosen
(= abgestorbenes Gewebe)
(hpts.
Füße oder
Hände) sind die
charakteristischen Merkmale. Patienten mit Beinschmerzen bei
obliterierender
Atherosklerose (= zum Verschluß führende Verhärtung des
Gefäßbindegewebes) weisen in der
Regel die bekannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie Nikotinmißbrauch,
hoher Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen auf. Manifestiert sich die
Krankheit in relativ jugendlichem Alter, vor allem bei Männern, muß bei
exzessivem Nikotinmißbrauch an eine
Thrombangitis obliterans
(= Blutgefäßwandentzündung, die zum Verschluß führt)
gedacht werden. Ätiologisch
(= bezüglich einer Ursache) wird eine Autoimmunreaktion
( = gegen körpereigene Stoffe gerichtete Antikörper)
vermutet. Arterielle
Durchblutungsstörungen bei Diabetikern sind meist mit einer
Polyneuropathie
kombiniert, die sehr häufig im Vordergrund steht. Sie äußert sich zunächst
in Kribbel
parästhesien
(= kribbelnde,
z.T. auch schmerzhafte Mißempfindungen), später in brennenden
Sch
merzen, oft sockenförmig und schließlich in
Hypästhesie (= herabgesetzte Empfindlichkeit).
Beim
Morbus Raynaud
bzw. dem Raynaud-Syndrom,
das häufig bei Kollagenosen (z.B. Sklerodermie)
(= verhärtende
Bindegewebsveränderungen)
auftritt, führen Gefäßspasmen zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr
einzelner Gl
ieder
und damit zu Sch
merzen, bevorzugt in den
Bei
nen,
in schweren Fällen sind auch Nekrosen
(= Absterben von Körpergewebe)
möglich. Sch
merzen in den Armen oder
Bei
nen
wie bei der
Verschlußkrankheit
(arterielle
Verschlußkrankheit), die bei üblicherweise fehlenden
Risikofaktoren vor allem von Frauen im jüngeren oder mittleren Alter
angegeben werden, können Folge eines
Ergotismus
(= Vergiftung durch "Mutterkorn")
sein. Deshalb ist die Frage nach einer
Migräne -Vorgeschichte mit
Mißbrauch von Ergotamin
(= ein Mittel
gegen den akuten
Migräneschmerz)
zwingend.
ad5:
Auch der relativ seltene
Morbus Sudeck (auch als
Sudeck Krankheit,
Sudeck Dystrophie,
CRPS TYP I,
komplexes regionales
Schmerzsyndrom Typ I oder
Algodystrophie
bezeichnet) kann, obwohl zunächst lokal begrenzt, im weiteren Verlauf zu
heftigen Beinschmerzen führen. Gleiches gilt für
Affektionen (=
Störungen/Erkrankungen) des
Kniegelenk
s).
Behandlung
von Beinschmerzen:
Je nach Ursac
he der
Beinschmerzen g
ibt es oft eine auf die Grundkrankheit
abgestimm
te Therapie (z.B. optimierte Zuckereinstel
lung bei
diabetischer
Polyneuropathie). Häu
figer reicht diese aber nicht aus, um das
Hau
ptproblem, näml
ich die Beinschmerzen, zu beherr
schen.
Dann sind allgemeine schmerzt
herapeutische Behandlungsmethoden gefrag
t, die
oft bei verschiedenen Grundkrankheiten die gl
eichen sind, da sie sich nach
den Sch
merzen und deren Ausdeh
nung und nicht mehr vorran
gig nach der Ursache
rich
ten. Ein
Dauerschmerz
erforder
t praktisch immer eine Kom
bination von verschiedenen
Therapieverfah
ren. Die auch für Beinschmerzen übl
ichen Therapieverfahren der
Speziellen Schmerz
therapie
sind:
-
Medikamentöse Behandlung (u.a.
Analgetika,
sch
merzlindernde Psychophar
maka, auch als
Infusionen, individuell ausgetes
tet)
-
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behand
lung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
in For
m von Infil
trationen und Nervenblockaden,
evt
l. rückenmarknahe Bloc
kaden, au
ch
kontinuierlich mit Katheter
- Physiotherapie (Kran
kengymnastik und andere Anwen
dungen)
bei Funktionseinbußen
- Akupunktur
- TENS-Therapie
(schmerz
lindernde elektrische St
röme, die von einem kleinen tragbaren
Gerä
t abgegeben werden)
-
Psychologische Therapieverfahren
(bes. En
tspannungsverfahren
un
d
Schmerzbewältigungstraining)
- Bei Beteil
igung der
Wir belsäu
le auch
Ch
irotherapie
*
Bei der so
g. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird
vorü
bergehend (z.B. 10-14 Tage lang) ein d
ünner
Kunststoffschlauch dich
t an Nervengeflechte bzw. den bet
roffenen Nerven
eingepflanz
t. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handel
sübliche Kanüle
hindurch, es muß also nich
t "aufgeschnitten" werden. In der Fol
ge wird über
diesen Katheter meh
rmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dos
is, das örtl
iche Betäubungsmittel völl
ig schmerzlos nachgespritz
t. In
bestimmten Fäl
len kann zur Verabreichung des ört
lichen Betäubungsmittels du
rch
den Katheter hin
durch auch eine kleine Pumpe angesch
lossen werden. Das
Lokalanästhetikum
(=
ör
tliche Betäubungsmittel) wird bei dieser Behand
lung so dosiert, dass die
grobe Kraf
t erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemm
ung der
Schmerzreizleitung), dam
it begleitend krankengym
nastische Übungsbehandlungen
mögl
ich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkun
g i.d.R. über die eigen
tliche
Behandlungszeit hinaus anhäl
t, ist u.a. darauf zurückzu
führen, daß bei dieser
Blockadebehand
lung auch die sog. vegetativen Nerven
be
troffen sind, woraus
eine seh
r deutliche Durchblutungssteigerung result
iert. Dies ist der Grund,
w
arum diese Behandlungs
methode besonders bei Sch
merzen, die au
f eine
verminderte Blutversorgung, auf en
tzündliche oder auch degen
erative Prozesse
zurückzu
führen sind, hilfreich is
t.
Nach neueren Erkenn
tnissen kann diese intensive Blockadeth
erapie das sog.
Schmerzgedäch
tnis löschen.
Wenn
chronische
Bei nschmerzen länger
fristig bestehen, so ist davon auszugehen, d
aß berei
ts ein Chronifizierungsgrad II oder III (Main
zer Stadienein
teilung) vorliegt.
I
n diesen Fällen ist i.d.R. eine rein som
atische
(= körperliche)
Schmerzbehandlung n
icht mehr
ausreichend, son
dern es muss auch
eine
psychologische
Schmerzbehandlung bz
w.
spezielle Schmerzpsychotherapie erfolgen,
was aber am
bulant kaum möglich ist, weil es n
ur ganz wenige niedergelassene
Psy
chologen gibt, die eine solche Weiter
bildung absolvier
t haben.
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ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der
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Welche Vorteile bietet eine
Schmerzbehandlung im
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM Bad Mergentheim?
-
Große Erfahrung, in der
Klinik werden schon seit 1983 aus-schließlich Patienten mit chronischen
Schmerzen behandelt.
-
Für gesetzlich versicherte Patienten werden nach § 40 bzw.
111 SGB V
Rehabilitations-
und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS
8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die
Kosten.
-
Hohe fachliche Kompetenz,
die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung
der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie",
1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen
und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von
Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.
Zu
weiteren Informationen (u.a. Vordrucke zur Beantragung der Kostenübernahme
bei dem jeweiligen Kostenträger,
Steuertipps für Selbstzahler, Anfahrtsbeschreibung usw.) gelangen Sie
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Aktualisiert:>22.09.2009</>
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a
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